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Kreationsprozess Natur und Technik
"Christoph Pauschenwein unterzieht in seiner Serie „Natur“ naturalistische Darstellungen einer systematischen Transformation in analoge und digitale Abstraktionen. Dies führt zu einer faszinierenden Dialektik zwischen den Gegensätzen der naturalistischen Malerei und der Abstraktion. Seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur, die er auf Exkursionen fotografisch dokumentiert und skizzenhaft festhält, bildet die Grundlage der Werke. Die daraus entstehenden Öl- und Acrylmalereien, die sich klassischer Motive wie Landschaften, Pflanzen und Gewässern bedienen, zeichnen sich durch eine detailreiche Ausführung aus. Durch die systematische Dekonstruktion dieser Bilder und ihre Überführung in abstrakte Kompositionen eröffnet Pauschenwein neue Perspektiven auf die Wahrnehmung von Natur in der Kunst. Die Öl- und Acrylbilder stehen künstlerisch gleichbedeutend neben ihren abstrakten Geschwisterbildern und wirken in der direkten Gegenüberstellung eindrucksvoll. Die Spannung zwischen figürlicher Referenz und formaler Experimentation macht den Reiz der Werke aus und fordert die Betrachter zu einer individuellen Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Bezügen zwischen Kunst und Natur auf."

Dr. Alexander Rácz
Zertifizierter Kunstsachverständiger
Natur ist für mich weniger Motiv als Ausgangspunkt einer Beobachtung.
Fotografie, Zeichnung und Malerei ermöglichen mir, Strukturen, Rhythmen und Veränderungen festzuhalten, die mir in Landschaften, Pflanzen, Wasseroberflächen oder kleinsten Details begegnen. Dabei interessiert mich nicht nur, was ich sehe, sondern wie sich meine Wahrnehmung verändert, wenn ich mich einem Motiv nähere, den Ausschnitt verschiebe oder den Massstab verändere.
In der Malerei werden diese Beobachtungen weitergeführt. Farbe, Oberfläche, Schichtung und Material verändern das Ausgangsbild und öffnen neue Zustände zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Ein Detail kann zur Landschaft werden, eine Struktur zum Raum. Was zunächst vertraut erscheint, kann sich im Prozess verschieben und eine andere Lesbarkeit entwickeln.
Analoges und digitales Arbeiten verstehe ich dabei nicht als getrennte Bereiche. Beobachtungen können von der Fotografie in die Malerei, von dort in eine digitale Transformation und wieder zurück ins Analoge wandern. Entscheidend ist für mich nicht das Medium, sondern die Frage, welche Möglichkeiten es für eine bestimmte Untersuchung eröffnet.

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