Planeten
Zwischen Mikro und Makro. Zwischen Vertrautem und Unbekanntem.
Aus der Transformation von Strukturen entstehen schwebende Formen, die sich fortwährend verändern. Sie erinnern an Planeten,
Organismen oder mikroskopische Welten, ohne sich eindeutig festlegen zu lassen. Die Werkgruppe Planeten entwickelte sich aus der Beobachtung
natürlicher Strukturen und Prozesse. Ausgangspunkt sind Linien, Raster, Bewegungen und Ordnungen, die digital konstruiert, verschoben, verdichtet und
wieder aufgelöst werden. Was zunächst kontrolliert entsteht, beginnt ein Eigenleben zu entwickeln.
Dabei kippen die Massstäbe. Mikro wird zu Makro, Struktur zu Landschaft, Oberfläche zu Raum. Je nach Perspektive, Bewegung und Zeit verändert sich das,
was wir zu erkennen glauben. Vertrautes kann fremd erscheinen – und Fremdes plötzlich vertraut. Die Planeten sind deshalb weniger Abbilder
einer anderen Welt als offene Wahrnehmungsräume. Sie bewegen sich zwischen digitaler Konstruktion und organischer Anmutung, zwischen
Ordnung und Auflösung, Kontrolle und Zufall. Aus diesem Prozess entwickeln sich unterschiedliche Zustände und Medien –
Animation, Licht, Print und Malerei – und daraus wiederum weitere Werkgruppen und Forschungsräume.